Zu Beginn meines ersten Jahres als Vorsitzender des IAAPA Global Safety and Security Committee hatte ich die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wo unsere Branche überragend ist - und wo wir unsere kollektive Bereitschaft noch verbessern müssen. Die Vergnügungsindustrie ist nach allen objektiven Maßstäben eine sichere Branche - wir arbeiten nach soliden technischen Standards, investieren in Schulungen und arbeiten hart daran, eine starke Sicherheitskultur zu fördern. Da sich die Sicherheitslandschaft jedoch ständig weiterentwickelt, müssen wir mit ihr Schritt halten.
Ein durchgängiges Thema, das ich bei meinen beruflichen Erfahrungen, Recherchen und Gesprächen mit Betreibern beobachtet habe, ist, dass sich viele Unternehmen in einigen Bereichen des Krisenmanagements sicher fühlen, in anderen jedoch weniger gut vorbereitet sind. Wir konzentrieren uns oft mehr auf die Krisenkommunikation als auf die betriebliche Reaktion, die erfolgt, wenn sich ein Vorfall zum ersten Mal ereignet. Ich bezeichne dies als die "ersten X Minuten" - die kritischen ersten Momente, in denen Entscheidungen, die von den Teams an der Front und den Betriebsleitern getroffen werden, die langfristigen Ergebnisse für Gäste, Teammitglieder und die Einrichtung selbst beeinflussen.
Dies ist keine Kritik an den Betreibern. Vergnügungsparks sind komplexe, auf die Gäste ausgerichtete Umgebungen, keine Notdienstorganisationen oder Katastrophenschutzbehörden. Dennoch sind die Betreiber in diesen frühen Momenten die ersten Ansprechpartner. Die Maßnahmen, die vor dem Eintreffen der Behörden ergriffen werden - die Übernahme des Kommandos, der Schutz der Menschen, die Stabilisierung der Situation - entscheiden darüber, ob ein Vorfall kontrolliert oder chaotisch verläuft.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus meiner Forschung ist, dass es bei der Vorbereitung nicht darum geht, jedes mögliche Szenario vorherzusagen. Ja, man braucht einen Plan, aber es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Länge eines Dokuments und der Anzahl der Personen, die es tatsächlich nutzen werden.
Das Ziel ist nicht das Volumen, sondern die Entscheidungsfähigkeit. Betreiber, die in eine strukturierte Planung, realistische Schulungen und gemeinsame Übungen mit den Rettungsdiensten investieren, sind weitaus besser in der Lage, die Vorfälle effektiv zu bewältigen. Durch Vorbereitung lässt sich das Risiko zwar nicht ausschalten, aber die Verwirrung, wenn etwas schief geht, wird erheblich verringert.
Ein ehemaliger Vorsitzender des IAAPA Safety and Security Committee erinnerte mich daran, Winston Churchill zu zitieren: "Verschwende niemals eine Krise" Aus jedem Vorfall lassen sich Lehren ziehen - nicht nur für einen Betreiber, sondern für unsere gesamte Branche. Starke Branchen teilen diese Lektionen, lernen aus ihnen und nutzen die Erkenntnisse, um die Standards für alle zu erhöhen.





Die offizielle Zeitschrift von IAAPA
